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IPMS Oberwallis

International Plastic Modellers' Society Schweiz - Sektion Oberwallis

Baubericht - Props. 1/72

Doflug - 3802. J-414 (RS-Models.)

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Bei diesem Modell gab’s für mich gleich zwei Premieren. Zum einen habe ich mich noch nie an ein Short- Run Kit gewagt und es war auch das Erste von mir gebaute SAF Modell.

Nun zum Original

Im Anschluss an die D-3801 erhielten die Dornier-Werke-Altenrhein den Auftrag ein neues Mehrzweck Kampfflugzeug für den Saurer YS2 Motor zu entwickeln.

Der Prototyp J-401 startete im Herbst 1944 seinen Erstflug.

Nach der Truppenerprobung musste eine Reihe von Modifikationen vorgenommen werden, woraus die D-3802A entstand.

Die J-402 diente der Festigkeit und Ermüdungsuntersuchungen.

Schon während der Produktion der Null-Serie und der Truppenerprobung der D-3802A traten verschiedene Schwierigkeiten auf, die bei einem Serienbau einige Verbesserungen erforderten. Diese Verbesserungen führten dann zur D-3803. Die Kinderkrankheiten konnten bis zur Ausserdienstsetzung der Flugzeuge nicht behoben werden. Das Flugzeug erlangte nie die Serienreife. Da auch bei der Schweizer Luftwaffe zu diesem Zeitpunkt die ersten Düsenflugzeuge im Einsatz waren, wurde der Serienbau eingestellt.

Flugleistungen:

Motor: Saurer YS-2 :  1250PS

Ve.max. horizontal: 638km/h

Max. Steigleistung:  14.2m/s

Dienstgipfelhöhe:  11500m ü.M

Flugdauer:  1Std 20min

Reichweite: 650km

Zum Modell

Der Short-Run Modellbausatz von RS-Models verfügt über feine Gravuren und Oberflächendetails. Das Cockpit mit seinen feinen, gravierten erhabenen Details bedarf nur einer Bemalung, um für diesen Massstab gut genug auszusehen. Mit dunkelgrau bemalte ich das Cockpit des Modells, dass so fein detailliert ist, dass man auf Zubehör verzichten kann. Weil am Ende doch nicht mehr viel davon sichtbar ist. 

Passgenauigkeit ist recht gut. Doch der Bausatz verfügt über keine Passstifte, sodass man mit etwas Sorgfalt und Trockenanpassungen zu einem guten Ergebnis kommt. Der Spachteleinsatz hielt sich in Grenzen. An der Flügel-Rumpf-Passung und unten am Rumpf muss man etwas  nacharbeiten und spachteln, aber es ist keine grosse Sache. Dasselbe gilt für die beiden Flügelspitze. 

Da der Prototyp J-401 andere Flügelspitze besass als die D-3802a, liegen im Bausatz beide Varianten der Flügelspitze bei. Das Klarsichtteil der Cockpitkanzel besteht aus einem Stück und passt ziemlich gut. 

Die Lufthutze auf der rechten Seite der Motorabdeckung habe ich aufgebohrt. 

Nachdem alles verspachtelt und verschliffen ist. Werden die Klarsichtteile Tamiya-Band abgeklebt und mit einer neuen Skalpellklinge ausgeschitten. Danach erfolgte die Grundierung. Das Modell wurde zuerst mit der Grundfarbe Gunze H-417 (RLM76) lackiert.

Anschliessend wurde auf der Oberseite die dunkelgrünen Wellenbänder frei Hand aufgetragen. (Tamiya XF-27)

Danach wurden die kompletten Bereiche des Neutralitätsschutzanstrichs an Flügel und Seitenruder weiss lackiert. Das Weiss diente auch als Grundierung der roten Farbflächen.

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Das Rot lackiert man auf eine weisse Vorgrundierung (zwecks besserer Deckung)

Der blaue Blendschutz auf der Motorabdeckung ist eine Mischung aus Tamiya Farben. (X-4:1 + XF-8:1)

Vor der Anbringung der Decals habe ich das Modell mit glänzendem Klarlack überzogen. Die Decal sind relativ dünn und neigen leicht zu reissen. Ausserdem ist das Schweizerkreuz auf den runden Hoheitsabzeichen etwas zu klein geraten. Dieses braucht man nur bei der J-403. 

Man hat die Wahl zwischen drei Versionen der Doflug 3802. Zunächst der D-3802 Prototyp. J-401, 1944, dann die D-3802. J-403 und die D-3802. J-414 UeG St.17 aus dem Jahr 1950.

Die Doflug 3802 waren in einem guten Zustand, weshalb ich mich bei der Alterung entsprechend zurückhielt. So frei 

Die D-3802a J-414 wurde ausschliesslich von der UeG St.17 geflogen. Die Staffel wurde 1955 auf die D.H-112 Venom umgerüstet.

Mit ein wenig Geduld kann man aus dem Kit ein sehr schönes Modell der Doflug D-3802a bauen. Es war mein erster  Short-Run Bausatz aber ganz sicher nicht der Letzte. Die Morane D-3801 von RS-Models wurde schon bestellt. 

Romeo Holzer - IPMS-Oberwallis

2013.